Ninebot E-Scooter Vergleich – eine Modellübersicht
Felix Bahr
In der Welt der urbanen Mikromobilität ist Segway-Ninebot der unangefochtene Marktführer für E-Scooter mit Straßenzulassung. Vom legendären Dauerläufer MAX G30D II bis zur modernen Generation mit Vollfederung, Blinkern, Traktionskontrolle und Apple-Find-My-Integration: Ninebot deckt vom günstigen City-Pendler bis zum geländegängigen All-Terrain-Modell die gesamte Bandbreite ab.
Volle Ladung Wissen zu Segway-Ninebot E-Scootern auf einen Blick
- Aktuelle Modellgeneration 2026: Die veralteten Modelle (G30D II, F20D, F40D) wurden vollständig durch die MAX G2 D-, F2-Serie (F2 Pro D, F2 Plus D), die E2-Serie und den geländegängigen ZT3 Pro D abgelöst.
- Testsieger für Pendler: Der Ninebot MAX G2 D überzeugt mit 70 km Herstellerreichweite (ca. 48–55 km Praxisreichweite), doppelter Federung, 900 Watt Peak-Leistung und integrierten Blinkern.
- Preis-Leistungs-Tipp: Der Ninebot F2 Pro D bietet für rund 599 Euro eine Vorderrad-Federgabel, Traktionskontrolle (TCS), Blinker und 900 Watt Spitzenleistung bei nur 18,5 kg Gewicht.
- Kraftpaket für Steigungen: Der neue ZT3 Pro D meistert dank 1.600 Watt Peak-Power Steigungen bis zu 25 Prozent und federt Kopfsteinpflaster mit 11-Zoll-Tubeless-Reifen souverän ab.
- Deutsche Straßenzulassung: Alle für Deutschland zugelassenen Modelle tragen ein „D" im Namen (z. B. MAX G2 D), besitzen eine ABE des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) und sind auf exakt 20 km/h gedrosselt.
Segway-Ninebot E-Scooter: Die Modelle 2026 im Direktvergleich
Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten technischen Kennzahlen der aktuellen D-Modelle mit KBA-Zulassung zusammen – inklusive real gemessener Reichweiten bei 80 kg Fahrergewicht:
| Modell | Reichweite (WLTP / Real) | Motor (Nenn / Peak) | Federung | Gewicht & Zuladung | UVP (ca.) |
|---|---|---|---|---|---|
| Ninebot MAX G2 D Gesamtsieger |
70 km / 48–55 km | 450 W / 900 W | Hydraulisch vorn + Doppelfeder hinten | 24,3 kg / max. 120 kg | 899 € |
| Ninebot F2 Pro D Preis-Leistungs-Tipp |
55 km / 35–40 km | 450 W / 900 W | Federgabel vorn | 18,5 kg / max. 120 kg | 599 € |
| Ninebot ZT3 Pro D Power & All-Terrain |
70 km / 45–52 km | 650 W / 1.600 W | Doppel-Teleskop vorn + Feder hinten | 29,7 kg / max. 120 kg | 849 € |
| Ninebot F2 Plus D | 55 km / 33–38 km | 400 W / 800 W | Starr (ungefedert) | 17,7 kg / max. 120 kg | 529 € |
| Ninebot E2 Pro D City-Einsteiger |
35 km / 22–27 km | 350 W / 750 W | Starr (Luftkammerreifen) | 18,8 kg / max. 120 kg | 399 € |
1. Segway-Ninebot MAX G2 D – Der Langstrecken-Testsieger
Der Ninebot KickScooter MAX G2 D ist der legitime Nachfolger des legendären G30D II und gilt aktuell als Referenzmodell für Vielfahrer und Pendler:
- Hervorragender Fahrkomfort: Die Kombination aus hydraulischer Dämpfung am Vorderrad und einstellbarer Doppelfederung am Hinterrad filtert Schlaglöcher, Bordsteinkanten und Kopfsteinpflaster effektiv heraus.
- Starke Bergauf-Power: Der bürstenlose Hinterradmotor liefert eine Dauerleistung von 450 Watt und eine Spitzenleistung (Peak) von bis zu 900 Watt. Damit meistert er Steigungen bis 22 Prozent ohne spürbaren Geschwindigkeitsabfall.
- 10-Zoll-RideyLONG-Reifen: Die schlauchlosen Reifen verfügen über eine integrierte Gelschicht („Jelly-Layer"), die Einstiche bis 4 Millimeter Durchmesser automatisch selbst abdichtet.
- Sicherheit & Apple Find My: Vorne und hinten sind helle Fahrtrichtungsanzeiger (Blinker) serienmäßig verbaut. Über das Apple-Netzwerk „Wo ist?" lässt sich der Scooter weltweit orten.
Nachteil: Mit 24,3 Kilogramm Gesamtgewicht ist der MAX G2 D schwer. Für das tägliche Tragen über mehrere Stockwerke ist er weniger geeignet als leichtere City-Modelle.
2. Segway-Ninebot F2 Pro D – Der Preis-Leistungs-Sieger
Wer hohe Leistung und Federung sucht, aber Wert auf ein handlicheres Gewicht legt, findet im Ninebot F2 Pro D den besten Kompromiss:
- Federgabel vorn: Die integrierte Vorderradfederung schont Handgelenke und Rücken bei Unebenheiten spürbar.
- Traktionskontrollsystem (TCS): Als einer der ersten E-Scooter verfügt der F2 Pro über eine elektronische Schlupfregelung, die das Durchdrehen des Hinterrads auf nassem Asphalt, Laub oder Schotter verhindert.
- Elektronische Hupe mit Diebstahlalarm: Bei unbefugter Bewegung warnt der Scooter mit einem lauten Alarmton.
- Gewicht: Mit 18,5 kg wiegt er fast 6 kg weniger als der MAX G2 D und lässt sich bequem in Bus und Bahn mitnehmen.
3. Segway-Ninebot ZT3 Pro D – Der Offroad-Kraftprotz
Mit dem ZT3 Pro D stößt Segway in das Segment der robusten Crossover- und All-Terrain-Scooter vor:
- Extreme Motorleistung: Mit 650 Watt Nenndauerleistung und gewaltigen 1.600 Watt Peak-Power ist der ZT3 Pro der stärkste zugelassene Ninebot-Scooter auf dem deutschen Markt. Steigungen von 25 Prozent erklimmt er mühelos.
- 11-Zoll-Geländereifen: Die extrabreiten All-Terrain-Reifen bieten maximale Bodenfreiheit und hervorragenden Grip auf Schotterwegen, Waldpfaden und nassem Kopfsteinpflaster.
- Vollfederung & Fahrstabilität: Doppel-Teleskopgabel vorn und Federbein hinten sorgen für ein stabiles Fahrverhalten auch abseits befestigter Straßen.
4. Modellvergleich: Alt vs. Neu – Lohnt sich das Upgrade?
Ninebot F40D vs. F2 Pro D
Viele Besitzer des älteren F40D fragen sich, ob der F2 Pro D einen Neukauf rechtfertigt. Die Unterschiede sind gravierend:
- Federung: Der F40D war komplett ungefedert. Der F2 Pro D bietet eine komfortable Vorderrad-Federgabel.
- Blinker: Der F40D hatte keine Blinker (Handzeichen erforderlich). Der F2 Pro D verfügt über integrierte Lenkerblinker vorne und Blinker hinten.
- Motor & Elektronik: Der F2 Pro leistet 900 Watt Peak (vs. 700 Watt beim F40D) und besitzt TCS (Traktionskontrolle) sowie Apple-Find-My-Ortung.
- Fazit: Das Upgrade vom F40D auf den F2 Pro D lohnt sich in Bezug auf Fahrsicherheit und Komfort auf ganzer Linie.
Ninebot MAX G30D II vs. MAX G2 D
Der G30D II war der unzerstörbare Dauerläufer der ersten Generation. Der MAX G2 D baut auf derselben Zuverlässigkeit auf, bringt jedoch wesentliche Verbesserungen:
- Fahrkomfort: Der G30D II hatte starre Achsen. Der MAX G2 D bietet eine vollwertige Zweirad-Federung.
- Blinker & Hupe: Gesetzlich konforme Fahrtrichtungsanzeiger und eine lautstarke elektronische Hupe ersetzen die einfache Fahrradklingel des G30D.
- Steigleistung: 900 Watt Peak statt 700 Watt Peak sorgen für spürbar mehr Durchzug am Berg.
Rechtliche Vorschriften für Ninebot E-Scooter in Deutschland
Damit Sie mit einem Ninebot legal im öffentlichen Straßenverkehr fahren dürfen, müssen die Vorgaben der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) erfüllt sein [2]:
- Das „D" im Modellnamen: Achten Sie beim Kauf zwingend auf das „D" am Ende der Modellbezeichnung (z. B. MAX G2 D). Nur diese Versionen besitzen die vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erteilte Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) mit 20 km/h Drosselung und zwei unabhängigen Bremsen. Internationale Versionen (z. B. mit 25 oder 30 km/h) dürfen in Deutschland nicht im Straßenverkehr geführt werden (Gefahr von Führerscheinentzug und Strafverfahren nach § 21 StVG!).
- Versicherung & Kennzeichen: Jeder E-Scooter benötigt eine Haftpflichtversicherung. Das kleine Klebekennzeichen (Versicherungsplakette) muss gut sichtbar am Heck angebracht werden. Die Farbe wechselt jährlich zum 1. März [3].
- Mindestalter & Führerschein: Das Mindestalter beträgt 14 Jahre. Ein Führerschein ist nicht erforderlich.
- Verkehrsregeln: Es gilt die Radwegbenutzungspflicht. Ist kein Radweg vorhanden, muss auf der Straße gefahren werden. Gehwege und Fußgängerzonen sind ausnahmslos tabu. Es gilt die 0,5-Promille-Grenze (für Fahranfänger in der Probezeit: 0,0 Promille).
Häufige Fragen zu Ninebot E-Scootern
Welcher Ninebot E-Scooter ist der beste für den Alltag?
Für die meisten Pendler ist der Ninebot F2 Pro D der beste Allrounder. Er bietet 900 Watt Spitzenleistung, Vorderradfederung, Blinker, Traktionskontrolle und Apple-Ortung bei einem noch gut tragbaren Gewicht von 18,5 kg. Wer maximale Reichweite (bis zu 70 km) und allerhöchsten Komfort durch Vollfederung sucht, greift zum Ninebot MAX G2 D (24,3 kg).
Wie weit fährt ein Ninebot E-Scooter in der Realität?
Die Herstellerangaben basieren auf Idealbedingungen (75 kg Fahrer, 15 km/h, ebene Strecke). In der Praxis bei 20 km/h Richtgeschwindigkeit erreichen die Modelle erfahrungsgemäß 70 bis 80 Prozent der Werksangabe: Der MAX G2 D schafft rund 48 bis 55 km, der F2 Pro D ca. 35 bis 40 km und der E2 Pro D etwa 22 bis 27 km mit einer Akkuladung.
Was ist der Unterschied zwischen Ninebot F40D und Ninebot F2 Pro D?
Der F2 Pro D ist der direkte moderne Nachfolger des F40D. Er besitzt im Gegensatz zum F40D eine Vorderradfederung, integrierte Blinker vorn und hinten, mehr Spitzenleistung (900 W statt 700 W), Traktionskontrolle (TCS) und die Ortungsmöglichkeit über Apple Find My.
Darf man mit einem Ninebot E-Scooter 25 km/h in Deutschland fahren?
Nein. Die deutsche Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) begrenzt die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf exakt 20 km/h. Ninebot-Modelle für den deutschen Markt tragen das Kürzel „D" (z. B. MAX G2 D) und sind ab Werk auf 20 km/h abgeregelt. Das Manipulieren oder Tunen führt zum Erlöschen der Betriebserlaubnis und des Versicherungsschutzes.
Unterstützen Ninebot E-Scooter Apple Find My („Wo ist?")?
Ja, alle Modelle der neueren Generation (MAX G2 D, F2-Serie und E2 Pro D) haben Apples „Wo ist?"-Technologie direkt integriert. Der Scooter lässt sich über die Apple-Karten-App orten, ohne dass ein zusätzlicher AirTag montiert werden muss.
Gilt für Ninebot E-Scooter eine Helmpflicht?
In Deutschland besteht für E-Scooter mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 20 km/h keine gesetzliche Helmpflicht. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt die e-mobility Redaktion jedoch dringend das Tragen eines geeigneten Fahrrad- oder E-Bike-Helms.
Quellen
[1] Segway-Ninebot: Offizielle Spezifikationen und technische Datenblätter der KickScooter D-Serie
[2] Bundesministerium der Justiz: Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV)
[3] ADAC: E-Scooter Regeln, Versicherung und Bußgelder im Überblick