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title: "Wallbox Lastmanagement: Dynamisch vs. Statisch & § 14a EnWG"
description: "Wallbox Lastmanagement im Überblick: Dynamische vs. statische Lastverteilung, Mehrfamilienhaus-Lösungen, § 14a EnWG Vorgaben und Netzentgelt-Rabatte."
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# Wallbox Lastmanagement: Dynamisch vs. Statisch & § 14a EnWG

 5.10.2023 |   
[Felix Bahr](https://emobility-magazin.com/author/felix-bahr)

![Lastmanagement Wallbox bei mehreren Ladepunkten](https://emobility-magazin.com/hubfs/lastmanagement-wallbox-mehrfamilienhaus.webp)

### Inhalt

[![Lade wo du willst mit Charge My Way](https://emobility-magazin.com/hubfs/Es%20ist%20deine%20Pause.png)](https://chargemyway.app)

Elektromobilität boomt und immer mehr Fahrzeughalter von E-Autos möchten diese laden. Dieser Fakt führt folgerichtig dazu, dass das Wachstum der Stromnachfrage steigt. Die Befürchtung, dass nicht genug Strom verfügbar ist, ist unbegründet. Dieser Energiebedarf von Millionen E-Autos wird daher in naher Zukunft nicht unmittelbar ansteigen und somit auch für keine Engpässe bei der Stromversorgung sorgen. Dennoch führt die steigende Nachfrage an Energie dazu, diese effizient zu steuern. Hier setzt das Lastmanagement an, um das Laden, vor allem mit Wallboxen in Mehrfamilienhäusern, effizient zu gestalten. Was dahinter steckt, wie es funktioniert und welche Vorteile es hat, erfahren Sie in diesem Artikel.

## Was ist Lastmanagement?

Lastmanagement bezeichnet die Steuerung und Verteilung von Strom während des Ladenvorgangs – insbesondere, wenn mehrere Elektrofahrzeuge gleichzeitig laden wollen. Nehmen wir beispielsweise einen [Ladepark](https://emobility-magazin.com/rund-ums-laden/ladeparks-in-deutschland/) oder ein Parkhaus mit vielen Wallboxen. Wenn jede Ladestation belegt ist und jedes E-Auto mit voller Leistung laden möchte, kann dies zur Überlastung des Stromnetzes führen. Lastmanagement überwacht diesen Vorgang und sorgt dafür, dass die gesamte verfügbare Leistung effizient und sicher auf die angeschlossenen Fahrzeuge verteilt wird. Es berücksichtigt dabei die Bedürfnisse jedes einzelnen Fahrzeugs und sorgt dafür, dass die Gesamtkapazität des Stromnetzes nicht überschritten wird. 

Lastmanagement sorgt somit für ein reibungslosen und sicheren Ladevorgang für den Elektroauto-Besitzer. Das Hauptziel ist es, den verfügbaren Strom optimal zu nutzen und teure Lastspitzen zu vermeiden.

![Wallbox Lastmanagement in einer Tiefgarage](https://emobility-magazin.com/hs-fs/hubfs/wallbox-lastmanagement.webp?width=680&height=340&name=wallbox-lastmanagement.webp)

Lastmanagement der Wallbox in einer Tiefgarage. Zwei E-Fahrzeuge laden und erhalten je nach Einstellung die gleiche oder eine unterschiedliche Last zugewiesen.

## Wie funktioniert Lastmanagement?

Eine [Wallbox](https://emobility-magazin.com/glossar/wallbox/) ist dafür da, dass man sein Elektroauto schnell und sicher zuhause laden kann. Teilt man sich beispielsweise im Mehrfamilienhaus mehrere Wallboxen mit den Nachbarn, wird Lastmanagement besonders wichtig. Es gibt drei Varianten von Lastmanagement, die unterschiedlich funktionieren:

- **Statisches Lastmanagement** = jeder Ladepunkt bekommt die gleiche Last
- **Dynamisches Lastmanagement** = Last wird in Abhängigkeit des verfügbaren Stroms an Ladepunkte verteilt
- **Fahrplanbasiertes Lastmanagement** = ausgewählte Fahrzeuge werden beim Laden priorisiert

## Statisches Lastmanagement

Statisches Lastmanagement ist eine der Grundformen des Lastmanagements beim Laden von Elektrofahrzeugen. Bei dieser Methode wird die gesamte verfügbare Leistung am Standort gleichmäßig auf die vorhandenen Ladepunkte verteilt. Das bedeutet, dass unabhängig von der Anzahl der aktuell ladenden Fahrzeuge oder ihrem individuellen Ladebedarf jedem Ladepunkt die gleiche Menge an Energie zugewiesen wird.

Das Besondere am statischen Lastmanagement ist seine Einfachheit und Vorhersehbarkeit. Es gibt eine festgelegte Obergrenze für den maximalen Strombezug, die sich an der Netzkapazität orientiert. Diese Obergrenze stellt sicher, dass das Stromnetz nicht überlastet wird, unabhängig davon, wie viele Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden. In der Praxis bedeutet dies: wenn beispielsweise die maximale Kapazität einer Wallbox mit zwei Ladepunkten 22 kW beträgt, wird jedem Fahrzeug eine Leistung von [11 kW](https://emobility-magazin.com/11-kw-oder-22-kw-wallbox-ratgeber/) zugewiesen. Bei Ladeparks, in denen mehrere Ladestationen an einer Leitung hängen, wird der Strom ebenfalls gleichmäßig (meist) auf vier Ladepunkte verteilt.

![Statisches Lastmanagement](https://emobility-magazin.com/hs-fs/hubfs/wallbox-statisches-lastmanagement.webp?width=680&height=330&name=wallbox-statisches-lastmanagement.webp)

Beim statischen Lastmanagement erhalten alle vier Ladepunkte die gleiche Last. In diesem Beispiel wären das 5,5 kW pro Wallbox/ Ladestation.

### Vorteile von statischem Lastmanagement

- **Verteilung:** Die Leistung der Ladestation wird gleichmäßig auf die vorhandenen Ladepunkte aufgeteilt.
- **Ladeleistung:** Es gibt keine Unterschiede in der Leistung zwischen den einzelnen Ladepunkten.
- **Implementierung:** Im Vergleich zum dynamischen Lastmanagement benötigt die Installation weniger zusätzliches Equipment und ist weniger kostspielig.

## Dynamisches Lastmanagement

Dieser Ansatz passt die Ladeleistung dynamisch an, basierend auf dem aktuellen Stromverbrauch im Gebäude oder je nach Tageszeit. Dabei werden sämtliche elektrische Verbraucher berücksichtigt, um die aktuell mögliche Ladeleistung zu bestimmen. Dies eignet sich besonders für gewerbliche Immobilien und großen Wohnanlagen oder für Mehrfamilienhäuser, in denen die zur Verfügung stehende Anschlussleistung limitiert ist.

**Ein Beispiel:**  
Ein Unternehmen hat eine Anschlussleistung mit maximal 140 kW. Davon werden tagsüber 80 kW für den Betrieb von Maschinen gebraucht. Die restlichen 60 kW stehen in dieser Zeit den Ladestationen auf dem Betriebsgelände zur Verfügung. Das Lastmanagement richtet sich nach dem Gebäudeverbrauch. Die verfügbare Energie ist nicht mehr fix, sondern variabel und wird dynamisch aufgeteilt – je nachdem, wie viel Strom zur Verfügung steht und wie viele Fahrzeuge laden. Meist wird hierfür ein Smartmeter genutzt, dass den Verbrauch live überwacht. Sobald dieser im Gebäude sinkt, ist automatisch mehr Strom zum Laden verfügbar.

![Dynamisches Lastmanagement](https://emobility-magazin.com/hs-fs/hubfs/wallbox-dynamisches-lastmanagement.webp?width=680&height=384&name=wallbox-dynamisches-lastmanagement.webp)

Beim dynamischen Lastmanagement richtet sich die Ladeleistung nach dem aktuellen Stromverbrauch im Haus. Sobald dieser sinkt, steht den beiden Fahrzeugen mehr zur Verfügung.

### Vorteile von dynamischem Lastmanagement

- **Anpassungsfähigkeit:** Die verfügbare Menge an Energie variiert je nach Gebäude oder Tageszeit – insbesondere, wenn der Energieverbrauch zu bestimmten Zeiten sinkt.
- **Integration:** Das dynamische Lastmanagement stellt sicher, dass der Ladevorgang optimal in das Stromnetz integriert wird und so Überlastungen vermeidet.
- **Koordination:** Ladevorgänge werden automatisch koordiniert, wodurch kein zusätzlicher Verwaltungsaufwand entsteht.

## Fahrplanbasiertes Lastmanagement

Als letztes noch das fahrplanbasierte Lastmanagement. Hierbei wird das Aufladen der Fahrzeuge nach einem festgelegten Plan durchgeführt, wobei der Energiebedarf der einzelnen E-Autos und ihre Ladeleistung berücksichtigt werden. Besonders interessant: Jedes E-Fahrzeug kann nach individuellen Präferenzen geladen werden. Das heißt, man kann auf den Ladevorgang spontan reagieren, wenn beispielsweise ein Auto schnell wieder fahrbereit sein muss, während ein anderes erst morgen wieder zum Einsatz kommt. So ist die Verfügbarkeit bestimmter Fahrzeuge stets gewährleistet.

## Wallbox im Mehrfamilienhaus: Besondere Anforderungen

Der Einbau und Betrieb von Wallboxen in Mehrfamilienhäusern stellt eine besondere Herausforderung dar. Im Gegensatz zu Einzelhäusern, in denen in der Regel nur ein oder zwei Fahrzeuge geladen werden müssen, kann es in Mehrfamilienhäusern mehrere Elektrofahrzeuge geben, die gleichzeitig geladen werden wollen. Dies kann zu einem erheblichen Strombedarf führen, der die Kapazität des vorhandenen Stromnetzes des Gebäudes übersteigt. Zudem sind die Parkmöglichkeiten in Mehrfamilienhäusern oft begrenzt, was die Platzierung und den Zugang zu den Wallboxen erschwert. Hinzu kommt, dass die Installation mehrerer Wallboxen eine umfangreiche Elektroinstallation erfordert, die nicht nur teuer, sondern auch zeitaufwendig sein kann.

### Warum ist eine Wallbox mit Lastmanagement im Mehrfamilienhaus wichtig?

Auch im Mehrfamilienhaus sorgt das Wallbox Lastmanagement dafür, dass die verfügbare elektrische Leistung intelligent auf die verschiedenen Ladepunkte verteilt wird. Sobald mehrere Fahrzeuge gleichzeitig laden, stellt das Lastmanagement sicher, dass jedes Fahrzeug mit der optimalen Leistung geladen wird, ohne das Stromnetz des Gebäudes zu überlasten.

### Wie profitiert ein Mehrfamilienhaus von dynamischem Lastmanagement?

Ein Mehrfamilienhaus profitiert von dynamischem Lastmanagement, da es eine flexible und effiziente Nutzung des verfügbaren Stroms ermöglicht – insbesondere während Zeiten geringeren Stromverbrauchs wie nachts. Dies verhindert nicht nur teure Netz-Upgrades, sondern stellt auch sicher, dass alle Fahrzeuge zuverlässig geladen werden.

Sie besitzen noch keine Wallbox oder können aus diversen Gründen keine eigene Wallbox errichten? In unserem passenden Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihr [E-Auto ohne Wallbox zuhause laden](https://emobility-magazin.com/e-autos/elektroauto-laden-ohne-wallbox-zuhause/) können. Spoiler: Viele Ladevorgänge können Sie auch bequem unterwegs oder am Arbeitsplatz durchführen.

## Wallbox im Mehrfamilienhaus: Was gilt für Mieter?

Grundsätzlich hat jeder das Recht auf eine eigene Lademöglichkeit in Form einer Wallbox – unabhängig davon, ob man Mieter oder Eigentümer ist. Der Wohnungseigentümer kann zwar kein generelles Veto einlegen, hat jedoch Mitspracherecht bei der Umsetzung der Baumaßnahmen. Bei  Mehrfamilienhäusern ist ein Lastmanagement sinnvoll, um den Stromanschluss nicht zu überlasten.

Sie und Ihre Nachbarn wollen in der Tiefgarage Ihres Mehrfamilienhauses Ladepunkte installierten und haben bereits die Erlaubnis des Vermieters? Dann sollten Sie folgende Aspekte berücksichtigen:

- Vor der Installation muss jede Wallbox beim Netzbetreiber angemeldet werden. Wenn die Ladeleistung über 11 kW liegt, muss sie zusätzlich vom Netzbetreiber genehmigt werden.
- Die Installation einer Wallbox muss von einer Fachkraft durchgeführt werden, da es sich um Starkstrom handelt und Laien ein hohes Risiko eingehen würden.

**Side Fact:**  
Die Installation in einem Mehrfamilienhaus ist ähnlich wie in einem Einfamilienhaus, wobei alle Beteiligten eingeweiht sein sollten. Es kann notwendig sein, einen separaten Stromzähler zu installieren und Kabel, Schutzschalter und Sicherungen zu verlegen. Die Kosten tragen in der Regel die beteiligten Mieter.

### Leichter zur Wallbox im Mehrfamilienhaus durch WEMoG

Dank des [Gesetzes zur Modernisierung von Wohneigentum](https://www.bmj.de/SharedDocs/Downloads/DE/Gesetzgebung/BGBl/BGBl_WeMoG.pdf?__blob=publicationFile&v=3) (WEMoG) können Vermieter und die Eigentümerversammlung den Einbau einer Wallbox nicht mehr grundlos ablehnen. Jeder hat das Recht auf eine private Lademöglichkeit, ob als Mieter oder als Teil einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Auch für Eigentümer besteht das Recht auf den Einbau einer Wallbox. Die Eigentümergemeinschaft kann den Einbau nicht mehr verbieten, hat jedoch Mitspracherecht bei der Umsetzung.

Stromkostenabrechnung:Es gibt verschiedene Modelle zur Abrechnung der Stromkosten für die Wallbox, z. B. über den Wohnungs- und Hausstromzähler oder über spezielle Autostromtarife.

## Wallboxen mit Lastmanagement

Lastmanagement ist immer vom Wallbox-Hersteller abhängig. Schließlich muss die Wallbox verstehen, wie viel Leistung verfügbar ist, um den Ladestrom entsprechend zu regeln. Viele Besitzer von Elektroautos sind umweltbewusst und interessieren sich für die Nachhaltigkeit ihres Ladeprozesses. Das Lastmanagement kann daher auch so gestaltet werden, dass erneuerbare Energiequellen bevorzugt genutzt werden, um Umweltauswirkungen zu minimieren.

Alternativ kann man die Wallbox auch statisch auf den Maximalstrom auslegen und auf eine bestimmten Maximalleistung einstellen (per Software oder Verkabelung). Hier ein paar ausgewählte Modelle, die Lastmanagement ermöglichen:

| **Wallbox** | **dynamisch** | **statisch** | **Preis** |
| --- | --- | --- | --- |
| [KEBA x-series](https://www.keba.com/de/emobility/products/x-series/x-serie) | ✅ | ✅ | ab 1.150 Euro |
| [go-eCharger HOMEfix](https://go-e.com/de-de/produkte/go-echarger-homefix) | ❌ | ✅ | ab 600 Euro |
| [Heidelberg Wallbox Energy Control](https://www.heidelberg-wallbox.eu/heidelberg-wallbox-energy-control/7/heidelberg-wallbox-energy-control-11kw-5m/7-5m-foerderfaehig-durch-die-kfw) | ✅ | ✅ | ab 320 Euro ([zum Angebot](https://www.mobilityhouse.com/de_de/heidelberg-energy-control-wallbox-5m.html)) |

 

## § 14a EnWG: Gesetzliche Pflichten und Netzentgelt-Rabatte seit 2024

Seit dem **1. Januar 2024** gilt in Deutschland die Neuregelung des **§ 14a Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG)** durch die Bundesnetzagentur. Diese Festlegung hat die Anforderungen an Wallboxen und Lastmanagement grundlegend verändert:

- **Pflicht zur Steuerbarkeit:** Jede neu installierte Wallbox mit einer Ladeleistung ab 4,2 kW gilt rechtlich als *steuerbare Verbrauchseinrichtung (SteuVE)*. Der örtliche Verteilnetzbetreiber darf den Netzanschluss nicht mehr wegen drohender Überlastung ablehnen, erhält im Gegenzug jedoch das Recht, die Ladeleistung bei akuten Netzengpässen vorübergehend auf **minimal 4,2 kW** zu dimmen. Ein vollständiges Abschalten der Wallbox ist verboten!
- **Kombination mit Energiemanagementsystem (HEMS):** Betreiben Sie mehrere Ladepunkte oder eine Kombination aus Wallbox, Wärmepumpe und Heimspeicher, erlaubt § 14a EnWG die Bündelung über ein lokales Energiemanagementsystem. Der Netzbetreiber gibt dem HEMS lediglich die zulässige Gesamtlastexportgrenze vor – das HEMS verteilt die verbleibende Leistung dynamisch auf die Fahrzeuge.
- **Finanzielle Belohnung für Betreiber:** Als Entschädigung für die Steuerbarkeit haben Eigentümer Anspruch auf reduzierte Netzentgelte: 
    - **Modul 1 (Standard):** Eine bundesweit einheitliche pauschale Netzentgelt-Rückerstattung von durchschnittlich **110 bis 160 Euro pro Jahr**.
    - **Modul 2:** Eine prozentuale Reduzierung des Arbeitspreises für den Ladestrom um rund 60 Prozent (erfordert einen separaten Zähler).

## Fazit: Wallbox mit Lastmanagement

Die Wahl des richtigen Lastmanagements hängt von individuellen Anforderungen und Gegebenheiten ab. Bei der Entscheidung sollten Sie sowohl die Anzahl der zu ladenden Fahrzeuge als auch die verfügbare Netzkapazität berücksichtigen. In Umgebungen mit vielen gleichzeitig ladenden Fahrzeugen wie Mehrfamilienhäusern oder Firmenparkplätzen, ist ein effizientes Lastmanagement unerlässlich. Statisches Lastmanagement bietet eine einfache und gleichmäßige Verteilung der Ladeleistung, während dynamisches Lastmanagement Flexibilität bei variierendem Stromverbrauch bietet. Wer individuelle Ladebedürfnisse berücksichtigen möchte, sollte das fahrplanbasierte Lastmanagement in Erwägung ziehen.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Lastmanagement von Wallboxen in Mehrfamilienhäusern nicht nur für ein reibungsloses Ladeerlebnis sorgt, sondern auch dazu beiträgt, den verfügbaren Strom optimal zu nutzen und teure Lastspitzen zu vermeiden. Es ist ein essenzieller Baustein, um die wachsende Anzahl von Elektrofahrzeugen effizient und sicher zu laden.

## Häufige Fragen zu Wallbox-Lastmanagement (FAQ)

### Was ist der Unterschied zwischen statischem und dynamischem Lastmanagement?

Beim **statischen Lastmanagement** wird einer Gruppe von Wallboxen ein fester maximaler Summenstrom (z. B. 22 kW für drei Ladepunkte) zugewiesen. Laden alle drei Fahrzeuge gleichzeitig, erhält jedes starr ein Drittel der Leistung – unabhängig davon, ob im restlichen Haus gerade viel oder wenig Strom verbraucht wird. Beim **dynamischen Lastmanagement** misst ein intelligenter Stromsensor (z. B. Smart Meter) in Echtzeit den Gesamtverbrauch des Gebäudes. Verbrauchen Haushalt oder Gewerbe nachts wenig Strom, wird die freie Reserve vollautomatisch den Wallboxen zugeschlagen. Die Ladeleistung passt sich sekundengenau an.

### Wann ist ein Lastmanagement für Wallboxen zwingend erforderlich?

In Mehrfamilienhäusern, Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG), Gewerbeimmobilien und Tiefgaragen ist ein Lastmanagement in der Praxis ab zwei bis drei Ladestationen unverzichtbar, um die bestehende Hausanschlussleistung nicht zu überlasten. Ohne Lastmanagement müsste der Netzanschluss für teures Geld (oft im fünfstelligen Bereich) beim Netzbetreiber aufgerüstet werden.

### Muss eine Wallbox mit Lastmanagement beim Netzbetreiber angemeldet werden?

Ja. In Deutschland ist jede private Wallbox mit 11 kW Ladeleistung anmeldepflichtig. Bei einer Gesamtleistung von mehr als 12 kW (z. B. zwei 11-kW-Wallboxen oder eine 22-kW-Ladestation) muss vor der Installation die Genehmigung des Verteilnetzbetreibers eingeholt werden. Ein zertifiziertes Lastmanagement erleichtert die Genehmigung erheblich, da es eine Überlastung des Netzanschlusses technisch garantiert ausschließt.

### Welche Kommunikationsprotokolle nutzen moderne Lastmanagementsysteme?

Für die Kommunikation zwischen Ladestationen, Backend-Systemen und Abrechnungsdienstleistern ist das herstellerunabhängige Protokoll **OCPP (Open Charge Point Protocol, Version 1.6J oder 2.0.1)** der weltweite Standard. Für die lokale Hausnetz- und Zähleranbindung kommen Modbus TCP/RTU oder EEBUS zum Einsatz.

### Welche Wallboxen unterstützen dynamisches Lastmanagement?

Führende Hersteller wie Easee (Easee Charge), go-e (go-e Charger mit Controller), Heidelberg/Amperfied (connect.business), cFos (Power Brain) und Huawei (FusionCharge mit Smart Power Sensor) bieten integrierte oder controllerbasierte dynamische Lastmanagementsysteme an, die bis zu mehrere Dutzend Ladepunkte phasengenau regeln können.

## Quellen

\[1\] [**Bundesnetzagentur: Integration von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen (§ 14a EnWG)**](https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/Energie/SteuerbareVerbrauche/start.html)

\[2\] [**VDE FNN: Technische Anschlussregeln Niederspannung (VDE-AR-N 4100)**](https://www.vde.com/de/fnn/themen/tarife-und-messwesen/technische-anschlussregeln)

\[3\] [**ADAC: Wallbox im Mehrfamilienhaus – Lastmanagement, Kosten und Genehmigung**](https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/laden/lastmanagement-mehrfamilienhaus/)

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